
Die große Tierwanderung in Kenia
Jährlich machen sich rund 2 Millionen Gnus und Zebras mit ihren Jungtieren auf die gefährliche Reise aus der Serengeti in die Masai Mara. Dabei verwandelt sich das Naturparadies Masai Mara in eine einzigartige Freiluftbühne für ihre tierischen Hauptakteure. Kein Hollywood-Studio könnte eine eindrucksvollere Szenerie schaffen, als sie in der Masai Mara vorherrscht.
Schon von Weitem hört man das Brüllen der Löwen, wenn man sich im Safari-Jeep nähert. Hinter dem Hügel tauchen plötzlich riesige, dunkelbraune Schwaden auf. Zuerst scheint es, als ob es in der Ferne gar keine Wiesen mehr geben würde, doch nach und nach lösen sich die dunklen Flächen in einzelne Punkte auf und man blickt auf riesige Gnu-Herden, die bis zum Horizont reichen. Ein Fest für Raubkatzen und Krokodile gleichermaßen. Wenn die Herden die großen Flüsse wie den Mara-Fluss und den Talek-Fluss durchqueren, ist für die Krokodile der Tisch reich gedeckt. Die riesigen Echsen und die reißenden Strömungen sind die größten Gefahren, und so spielen sich hier dramatische Jagdszenen fast im Minutentakt ab. Wer es dennoch ans andere Ufer schafft, wird oft schon von hungrigen Löwenrudeln erwartet.
Dieses faszinierende Naturschauspiel findet jedes Jahr von Juli bis Oktober statt und lässt das Herz von Afrika-Liebhabern höherschlagen. Wenn die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwindet und man am Ende eines abenteuerlichen Safari-Tages am Lagerfeuer sitzt, offenbaren sich die wahren Klänge einer afrikanischen Nacht: Flusspferde schnauben und schmatzen nur einige Meter entfernt im Fluss, Schakale heulen und die Hyänen antworten aus der Ferne.
Die Masai Mara zeigt sich jeden Tag von einer neuen Seite. Als Besucher fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt, weit abseits des Trubels und der Hektik Europas. Ein Erlebnis, das man ein Leben lang nicht vergisst. Ein echter Geheimtipp unter Kennern sind kleine, authentische Bush Camps im Herzen des Reservats – wie beispielsweise das Mara Bush Camp.
Fakten zur Masai Mara:
Das Reservat umfasst eine Fläche von etwa 1.500 km² und ist ganzjährig ein überaus lohnendes Reiseziel. Es liegt auf einer Höhe von 1.600 bis 2.200 Metern und gilt, gemessen an seiner Größe, als das tierreichste Gebiet Afrikas. Für jeden, der eine Kenia-Safari plant, sollte die Masai Mara daher auf keinen Fall im Reiseplan fehlen!

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